Mittwoch, 16. September 2009

Shopping in Akihabara und Chiakis Geburtstagsfeier

Tag 2

So, nun bin ich nach einem wirklich langen Tag endlich nach Hause gekommen.
Heute kann ich wirklich behaupten, dass ich mal was von Tokyo gesehen habe. Allerdings bin ich so müde, dass ich dieses Mal weniger schreiben, aber dafür mehr Bilder hinzufügen werde.

Zu erst einmal war ich, wie im vorherigen Post angekündigt, mit Stefan in Warabi unterwegs, um den Weg zur Post und zum nächsten billigeren Supermarkt kennenzulernen.
Auf dem Weg dahin konnte ich nun auch die Quelle des allmorgentlichen Lärms der Grundschule beobachten. Es war einfach viel zu niedlich!!! Seht selbst:



Ignoriert unser dummes Gebrabbel im Hintergrund einfach!! (-.-!!)

Außerdem habe ich festgestellt, dass wir in einer wirklich hübschen Gegend wohnen.

Na wer hat sich denn da ins Bild geschlichen? ^^;

Golf-Platz. Da es in Tokyo an Platz mangelt, pattet man eben von oben.

Typisch japanischer Anblick in Japan. Getränkeautomaten überall.

Hier bekommt die Bezeichnung "öffentliche Toilette" eine ganz neue Bedeutung. Türen werden offenbar nicht gebraucht:

Das lustige kleine graue Gebäude ist die Post.

Nachdem Stefan mir dann die Post gezeigt hatte, sind wir zum Supermarkt gegangen. Meine klägliche Nahrungsbeute von 6 Artikeln hat tatsächlich an die 17€ gekostet. (;__;)
Ich habe mir 2mal zu trinken, Wurst, Seelachs und eine Bento-Box für das Mittagessen gekauft. Natürlich konnte ich es wieder nicht aufessen. Und heute habe ich dann auch zum ersten Mal Sanshoku-Dango (3-farbige Dango) gegessen.

Bento. Das Katsu (frittiertes Hühnerfleisch in der linken Ecke) war echt super-lecker!! Das Gemüse war dagegen ein echter Albtraum!!

Sanshoku-Dango (Süßigkeit).

Danach sind wir erstmal wieder zurück zu unserem Wohnheim, um dort unser Mittag zu verputzen. Etwa gegen 13 Uhr eilten wir zum Bahnhof, um noch rechtzeitig zum Treffpunkt im Bahnhof Akihabara zu kommen. Dort trafen wir dann Mariko, Yuki und Alex, die für einen Monat Urlaub in Tokyo macht und nur eine Haltestelle entfernt von mir wohnt. *lucky*
Gemeinsam durchgrammerten wir dann die vielen Anime- und Mangashops, für die Akihabara berühmt ist. Für mich war natürlich nichts dabei, da ich nicht unbedingt ein Fan davon bin. Somit war mein Geldbeutel etwas sicherer. Jedoch suchte ich einen süßen Anhänger für meine Tasche, den ich später, zusammen mit ein paar sehr süßen Ohrringen in Bonbon-Form, für einen sehr sehr geringen Preis erstehen konnte.

Außerdem haben wir dann in dem Laden, in dem ich den Schmuck gekauft habe, Purikuras (kleine Gruppenbildchen mit süßen Motiven) gemacht. Darauf hatte ich echt schon eine Ewigkeit gewartet!! Diese Art von "Gruppenbeschäftigung" ist in Japan extrem beliebt. ^^


Hier nun noch ein paar Bilder, die ich in Akihabara gemacht habe:

Der tolle Laden (im Hintergrund, vor dem Yuka steht), in dem ich mir den Schmuck gekauft und Purikuras gemacht habe.


19 Uhr haben wir uns schließlich am Bahnhof mit den anderen Japanerinnen, Ayumi (mit einem tollen neuen Kurzhaarschnitt), Fukumi, Chiaki; Stefans Freundin Candy und Christian getroffen, um gemeinsam nach Chiba zu fahren, wo die Geburtstagsfeier für Chiaki stattfinden sollte.
In der Bahn habe ich dann auch endlich mal sowas wie die Rush-Hour erleben können (allerings könnte man diese Bahn noch als leer bezeichnen).

Dort haben wir dann für 2000 Yen (etwa 17 bis 18€) pro Person Yakiniku gegessen. Das ist im Prinzip ein riesiger Teller voll mit verschiedenen rohen Fleischsorten. In der Mitte des Tisches befindet sich dann ein Grill, auf den man schließlich das Fleisch brät. Zuerst empfand ich den Preis für extrem teuer. Sieht man den Teller dann allerdings und isst das echt leckere Fleisch und vergleicht man vor allem die Fleischpreise in den Supermärkten (kann ich mir defintiv niemals leisten), war es wirklich günstig. Aber der Rauch in dem Restaurent war wirklich stark und daher wirken die Bilder leider ein wenig grau.

von links: Chiaki, Fukumi und Yuka

von links: Ayumi, Christian und ein Stück Alex

Grillmeisterin Alex

Linke Seite von links: Fukumi, Yuka und Masato
Rechte Seite: Stefan und ein Stück Candy

Rinderzunge, denke ich.

Ayumi und der brennende Grill.



Danach habe ich noch ein paar Bilder vom wunderschönen Chiba bei Nacht gemacht:

Um 22:21 Uhr kam dann unser letzter Zug in Chiba. Diesmal konnte ich miterleben, wie viele Menschen in eine Bahn passen können (im Vergleich zur Hinfahrt nach Chiba etwas extremer). Allerdings ist da noch weit mehr als nur eine Steigerung drin. Aber das werde ich dann erleben, wenn ich jeden Tag zur Uni fahre.
In Warabi angekommen, waren Stefan und ich dann noch mal im 99 Yen-Shop, um Hausschuhe für mich zu kaufen. Allerdings kosteten diese (sauhässlichen) Dinger fast 400 Yen (etwa 3€)!!! Also verschiebe ich das auf morgen. Zumindest konnte ich mir dort für 107 Yen 2 Einwegrasierer kaufen.
Und wir haben Leute von der Yakuza (die japanische Mafia) gesehen. Die sollen wohl ziemlich stark vertreten sein in Saitama und eben auch in unserer Stadt. Die kriechen Nachts aus ihren Löchern, stehen vor ihren fetten Karren im Anzug und mit Headset im Ohr. Lustige Gestalten...

Morgen werde ich mich mit Alex um 11 Uhr an meinem Bahnhof, Nishikawaguchi treffen, um nochmal ein paar Billigläden anzusehen. Und dann fahren wir zu ihrer Station, damit ich mal sehe, was dort so los ist.

Dienstag, 15. September 2009

Tag 2, 09:21 Uhr

Guten Morgen aus Japan!

Heute beginnt für mich der 2. Tag in Saitama.
Ich bin heute bereits 6 Uhr aufgestanden, weil ich einfach nicht mehr müde war (obwohl ich zuvor an die 48 Stunden nicht mehr geschlafen hatte).
Dann habe ich erstmal E-Mails beantwortet. Anschließend ging es auf zum großen Dusch-Abenteuer! Zur Zeit sind die Duschen der Männer in Reparatur und somit müssen sie sich mit uns Frauen die Duschen teilen. Damit aber auch zeitlich keiner zu kurz kommt oder man gar "gemischt" duschen gehen würde, wechseln sich die Duschzeiten für die Männer und Frauen stündlich ab. Da ich gestern Abend einfach noch so ivel zu tun hatte, dachte ich mir das Duschen auf heute Früh zu verlegen. Allerdings hatte ich dabei vergessen, nachzusehen wann unsere Duschzeiten sind. Jedoch hatte ich ziemliches Glück (und früh genug wach war ich schließlich auch) und ich kam genau zur rechten Zeit mit meinem Duschbeutelchen nach unten. Die Duschen selbst finde ich eigentlich absolut in Ordnung und viel los war da auch nicht wirklich. Das ändert sich sicherlich, wenn die Uni hier wieder los geht, da viele von den Bewohnern im DK House ebenfalls Sophia-Studenten sind.
Was mich allerdings dort so schockierte, waren meine beiden Duschnachbarinnen. Als ich in das "Badezimmer" hineinkam, schienen beide schon eine ganze Weile zu duschen. Ich selbst benötigte sicherlich auch noch mal 7 bis 10 Minuten für alles. Und die nebenan duschten doch glatt immer noch!! Ich denke die Schildchen, die hier in den Sanitäranlagen hängen, dass man Wasser sparen soll, damit die Umwelt nicht noch stärker belastet werden soll, werden wohl so ziemlich ignoriert.
Das Wasser hier ist allerdings wirklich spitze für die Haare! In meinem Leben hatte ich noch nie so seidiges und gesund aussehendes Haar! Inwieweit das Wasser hier meine Haut beeinträchtigt, lässt sich allerdings erst im Laufe der nächsten Tage abschätzen. Aber der momentane Stand dazu ist: Nicht so toll.... Aber auch die Haut fühlt sich tausendmal weicher an. Kalkhaltiges Wasser scheint hier wirklich kein Thema zu sein. *freu* Aber es riecht irgendwie nach Chlor.
Nun ja, nachdem ich duschen war habe ich dann in meinem Zimmer die Haare getrocknet und mir draußen im Badbereich (der glücklicher Weise genau gegenüber von meinem Zimmer ist *happy*) die Zähne geputzt und mich geschminkt. Danach hatte ich nun eine Stunde Zeit bis ich Stefan wieder auf die Straße schleifen würde. *lach* Also habe ich nun die Gunst der Stunde genutzt und mal ein kurzes Video vom Blick von meinem Balkon aus gedreht. Im Hintergrund hört man übrigens das Morgensportprogramm der Grundschule, die hier ganz in der Nähe ist. Das geht dann kurz vor 8 Uhr los und dauerte bis vor etwa 10 Minuten an. Dabei wird klassische Musik ziemlich laut abgespielt, sodass ich um diese Zeit selbst keine Musik anstellen brauche. Dazu kommen dann immer wieder Anweisungen für die Kinder aus den Lautsprechern und anschließend wird auch 1 bis 2 mal zusammen gesungen. Überhaupt hört man hier den ganzen Tag Lautsprecheransagen. Das ist zum Teil Werbung (die fahren hier langsam mit dem Auto lang, blöcken in ihr Mikro und wiederholen immer wieder den gleichen Schmarn) und zum anderen gehören sie eben zu der Schule. Trotzdem möchte ich diese Wohngegend als ziemlich friedlich und ruhig beschreiben. So liebe ich das!! ^^;



Um 10 Uhr (also in einer viertel Stunde) gehe ich dann hoch zu Stefan und werde mit ihm dann noch einen anderen Supermarkt ansehen. Da es heute echt sehr warm ist, hab ich echt ein Problem... *schweiß wegwisch*
14 Uhr wollen wir uns dann mit zwei japanischen Freundinnen, Mariko und Yuka, in Akihabara treffen und anschließend 19 Uhr zu einer Geburtstagsfeier einer weiteren Freundin von uns, Chiaki, gehen, um dort für 2000 Yen (etwa 18€) Yakisoba zu essen. Ich nehme mal an, dass dort auch Freunde von den Mädchen sein werden, die ich noch nicht kenne und die auch kein Deutsch sprechen- Die Gelegenheit mal auf Japanisch zu sprechen! Ich habe zwar das Gefühl, dass das furchtbar in die Hose gehen wird, aber ich bin schließlich hier um es zu lernen. (^0^)b
Tag 1 (15. September 2009)

Hier nur ein sehr kurzer Beitrag zum heutigen Tag, da ich noch unter Jetleg leide.

Nach einer kleinen Hobelaktion an meinem Adapter bin ich nun in der Lage, wieder einen neuen Post zu schreiben und ein Lebenszeichen von mir zu geben. Und danke für die lieben Kommentare! ^^

Der Flug selbst war ganz ok und das Essen ebenfalls. Keine größeren Turbolenzen oder ähnliches haben stattgefunden.


Gegen 08:30 Uhr ist unser Flug dann auf dem Flughafen Narita, Nähe Tokio, gelandet und Stefan holte mich wie versprochen ab (DANKE! :D). Eigentlich wollten wir uns ja am Flughafen mit Masato, Ryo und Yu(u)ki treffen, jedoch standen diese im Stau (wie ich später erfuhr) und somit konnte ich Ryo nicht sein FA-Duschgel überreichen. (O-O)
Anschließend besorgte Stefan mir noch ein 2000 Yen-Ticket, um zum Wohnheim, das etwa 2 1/2 Stunden von Narita entfernt liegt, zu fahren.
Wir mussten nur 1 Mal in "Tokyo" (Zentrum) umsteigen und 3 Etagen zum nächsten Gleis nach oben fahren. Da Stefan ja ein starkes Kerlchen ist, hatte er sich freiwillig mit meinem pinken Schwergewicht abgekämpft. ^^;


Sehr sehr leere Bahn in Japan.

Japanische Werbung in den Zügen.

Auf dem Weg zum Wohnheim, DK House Warabi, zeigte mir Stefan die verschiedenen Läden, in denen man relativ "billig" Lebensmittel einkaufen kann.

Typisch japanische Wohngegend.

Das DK House Warabi.

Mein Zimmer für die nächsten 12 Monate:


Angekommen an unserem Wohnheim, wurde ich gleich mit der ersten Hausregel bekannt gemacht, von der ich schon so oft gehört hatte. Schuhe aus! Da ich es den ganzen Tag absolut nicht fertig gebracht habe, mir Hausschuhe zuzulegen, muss ich nun barfuss die Treppen hoch-und runterlaufen. -.-!!
Auch diesesmal kümmerte sich Stefan um mich und zeigte und erklärte mir alle wichtigen Dinge im Haus. Z.B.: Wie schließt man die Tür auf?
Nachdem ich mich dann noch einmal (1 Stunde lang) erfrischt hatte (im Klartext: Haare waschen, Zähne putzen und neu schminken), zogen wir zusammen los, um zum einen noch durch den anderen Ausgang des Bahnhofs zu gehen.
Zunächst steuerten wir auf einen kleinen Laden zu. Im ersten Stock befand sich ein normaler Supermarkt und darüber eine Art "KiK" *lach*. Dort fand ich auch auf Anhieb wunderschöne (spotbillige) Unterwäsche und meinen heiß ersehnten Nagellackentferner.


Die Unterwäsche ist so schön, dass ich sie einfach zeigen muss!!

Mein erster japanischer Nagellackentferner. Wow!

Gleich danach kauften wir in einem Book-Off-Store Secondhand-Zeitschriften. Außerdem gab es dort DVDs, CDs, Spiele und Konsolen und natürlich Bücher. Am Ende entschied ich mich für 105 Yen (etwa 90 Cent) eine meiner Lieblingszeitungen "Sweet" im Mega-Format (378 Seiten) zu kaufen. ^^

Danach besorgten wir uns nur noch ein wenig Verpflegung für zu Hause in einem 99 Yen-Geschäft und einem Bento-Laden.

Bento.

Nun ja, und anschließend hobelte ich etwa 3 1/2 Stunden an meinem Adapter, damit mein Laptob auch Strom hat. Mein Bento habe ich leider noch immer nicht aufgegessen. -.-!! Somit habe ich morgen Früh dann ein Frühstück oder Mittag (mal sehen, was mein Magen sagen wird).

So ,das war's erstmal für heute. Mal sehen, was der nächste Tag bringen wird. ^^